10.05.2007 - IBM investiert in "grüne" IT
New York, 10. Mai 2007 -- IBM hat heute bekanntgegeben, eine Milliarde Dollar pro Jahr künftig über alle Geschäftsbereiche hinweg aufzuwenden, um die Energieeffizienz in der Informationstechnik dramatisch zu erhöhen. Die Initiative umfasst einen Plan für neue Produkte und Services, um den Rechenzentrumsenergieverbrauch und seine Auswirkungen auf die Umwelt bei IBM und seinen Kunden stark zu reduzieren.
Unter dem Namen "Projekt Big Green" zielt die Initiative von IBM auf die Bekämpfung der Energieengpässe in Rechenzentren von Unternehmen und der öffentlichen Hand weltweit, in denen die Nachfrage nach Strom und die Energiekosten deutlich steigt. Die Initiative umfasst neue Technologien und Services für Energieeinsparungen, die von einem neuen weltweit aktiven "Green Team" aus mehr als 850 Spezialisten der IBM für Energieeffizienz getragen wird. Die Einsparmöglichkeiten können enorm sein - bei einem durchschnittlich ca. 2500 qm grossen Rechenzentren könnten Kunden bis zu 42 Prozent Energieeinsparung erreichen. Eine solche Einsparung könnte ca. 7400 Tonnen eingesparter CO2-Emission entsprechen.
Energieeffizienz ist im Rechenzentrumsbetrieb sehr rasch ein kritischer Faktor geworden, da Unternehmen zunehmend auf schnelle IT-Innovationen setzen. Laut IDC werden heute ungefähr für jeden Dollar, der für Computerhardware ausgegeben wird, nochmals 50 Cent für Energie ausgegeben. Über die nächsten vier Jahre wird hier mit einer Steigerung um bis zu 54 Prozent gerechnet (1).
"Die Rechenzentrums-Energiekrise hindert das Geschäftswachstum vieler Kunden, die sich Schwierigkeiten bei der Stromversorgung gegenübersehen" sagt Mike Daniels, Senior Vice President, IBM Global Technology Services. "Viele Rechenzentren haben ihre maximale Kapazität erreicht, was die Möglichkeit einer Firma limitiert, weiter zu wachsen oder neue Kapitalinvestitionen erforderlich macht. IBM kann heute mit Kunden den gleichen Aktionsplan teilen, den wir selbst bei der Modernisierung unserer Rechenzentren anwenden."
IBM betreibt derzeit die weltweit grösste kommerzielle Technologieinfrastruktur mit mehr als 8 Millionen Quadratfuss (ca. 800.000qm) Rechenzentrumsfläche in sechs Kontinenten. Mittels neuer Ansätze erwartet IBM eine Verdopplung der Rechenkapazität in diesen Rechenzentren in den nächsten drei Jahren, ohne den Stromverbrauch oder die CO2-Emissionen anheben zu müssen (2). Im Vergleich zu einer Verdopplung der Rechenzentrumsfläche lassen sich nach IBM Erwartung mehr als fünf Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr einsparen.
[1] Source: IDC, Worldwide Server Power and Cooling Expense 2006–2010 Forecast, Doc #203598, September 2006 [2] Based on greenhouse gas production, the size of a carbon footprint is determined by the amount of carbon dioxide that comes from human activities. [3] Source: IDC, Worldwide Server Power and Cooling Expense 2006–2010 Forecast, Doc #203598, September 2006 |